China auf dem "Weg der Reformen"
Hans Dichand am 19. Januar 2009, 15:27 Uhr
Seit etwa drei Jahrzehnten befindet sich China auf dem so genannten „Weg der Reformen“. So ist auch immer wieder von „Einführung der Demokratie“ die Rede. Aber wer in diesen Tagen China bereist, wird wohl feststellen müssen, dass dieses seltsame kommunistische Regime, dem man sogar kapitalistische Ambitionen zutrauen kann, inzwischen in eine tiefe Krise geraten ist.
China wurde zwar internationaler, was aber nur heißt, dass man an großen Geschäften interessiert ist. Das Bauerntum, von dem einst die Revolte Mao Tse-tungs ausgegangen ist, sieht sich bedroht. Die bäuerliche Jugend verlässt ihre Höfe und geht in die Städte, wo sie für Hungerlöhne arbeiten muss. Von dieser sehr unzufriedenen Jugend hört man Parolen wie „Wir brauchen ein echtes Wahlrecht!“ und eine Revolte zur Einführung der Demokratie. Soziale Gegensätze wachsen. Das Justizsystem tut kommunistisch, ist aber korrupt. Noch nennen sich die politischen Funktionäre kommunistisch, doch geht es ihnen nur darum, mit den in China besonders bewährten totalitären Methoden der Herrschaftsausübung am Ruder zu bleiben.
Das riesige „Reich der Mitte“ ist in eine Krise geraten, von der man schwer sagen kann, wohin sie führen könnte, doch wohl kaum in die Demokratie . . .
China wurde zwar internationaler, was aber nur heißt, dass man an großen Geschäften interessiert ist. Das Bauerntum, von dem einst die Revolte Mao Tse-tungs ausgegangen ist, sieht sich bedroht. Die bäuerliche Jugend verlässt ihre Höfe und geht in die Städte, wo sie für Hungerlöhne arbeiten muss. Von dieser sehr unzufriedenen Jugend hört man Parolen wie „Wir brauchen ein echtes Wahlrecht!“ und eine Revolte zur Einführung der Demokratie. Soziale Gegensätze wachsen. Das Justizsystem tut kommunistisch, ist aber korrupt. Noch nennen sich die politischen Funktionäre kommunistisch, doch geht es ihnen nur darum, mit den in China besonders bewährten totalitären Methoden der Herrschaftsausübung am Ruder zu bleiben.
Das riesige „Reich der Mitte“ ist in eine Krise geraten, von der man schwer sagen kann, wohin sie führen könnte, doch wohl kaum in die Demokratie . . .
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