China auf dem "Weg der Reformen"

Seit etwa drei Jahrzehnten befindet sich China auf dem so genannten „Weg der Reformen“. So ist auch immer wieder von „Einführung der Demokratie“ die Rede. Aber wer in diesen Tagen China bereist, wird wohl feststellen müssen, dass dieses seltsame kommunistische Regime, dem man sogar kapitalistische Ambitionen zutrauen kann, inzwischen in eine tiefe Krise geraten ist.

China wurde zwar internationaler, was aber nur heißt, dass man an großen Geschäften interessiert ist. Das Bauerntum, von dem einst die Revolte Mao Tse-tungs ausgegangen ist, sieht sich bedroht. Die bäuerliche Jugend verlässt ihre Höfe und geht in die Städte, wo sie für Hungerlöhne arbeiten muss. Von dieser sehr unzufriedenen Jugend hört man Parolen wie „Wir brauchen ein echtes Wahlrecht!“ und eine Revolte zur Einführung der Demokratie. Soziale Gegensätze wachsen. Das Justizsystem tut kommunistisch, ist aber korrupt. Noch nennen sich die politischen Funktionäre kommunistisch, doch geht es ihnen nur darum, mit den in China besonders bewährten totalitären Methoden der Herrschaftsausübung am Ruder zu bleiben.

Das riesige „Reich der Mitte“ ist in eine Krise geraten, von der man schwer sagen kann, wohin sie führen könnte, doch wohl kaum in die Demokratie . . .
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Max Nerlo am 19. Januar 2009, 23:08 Uhr
Guten Tag Herr Dichand,

so weit so gut, aber warum glauben Sie nicht in die Demokratie?
VR China
A.Buerger am 20. Januar 2009, 18:36 Uhr
China - mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Erde - wird noch immer als „Entwicklungsland“ eingestuft. Dieses „Rot-China“ ist noch immer ideologisch zu Taiwan abgegrenzt, verändert sich aber - seit seiner teilweisen wirtschaftlichen Öffnung nach der „Kulturrevolution“ - zunehmend zu einer Großmacht. Die Volksrepublik China vertritt international die „Ein-China-Politik“ (China zusammen mit Taiwan). Die offizielle Anerkennung versucht China seit Anfang der siebziger Jahre auch im Westen durchzusetzen (Besuch des US-Präsidenten Nixon in Peking). Wirtschaftlich weist China eine hohe Dynamik auf. Das konnte man anlässlich der Olympischen Spiele 2008 deutlich sehen. Aber die jüngste „Finanzkrise“ hat auch vor China nicht halt gemacht! Trotz der erwähnten Wirtschaftsdynamik ist China nach wie vor ein Land, in dem ein großer Teil der Bevölkerung in Armut lebt. Jedoch lebten in der Volksrepublik China bereits im Jahr 2005 über 600 Millionen Menschen weniger in extremer Armut als noch im Jahr 1985.
Gute Nachricht
kl.-m. Meyer am 21. Januar 2009, 11:21 Uhr
Wann immer die Stichwörter China und Demokratie in einem beitrag zusammen auftauchen, ist das eine gute Nachricht für China und die Welt
Ing.
Pock am 31. Januar 2009, 10:58 Uhr
Ich habe 8 Jahre dienstlich in China verbracht kenne fast alle Gebiete ziemlich gut ich bin zur Einschätzung gelangt daß China
durch KEINE DEMOKRATIE zu regieren ist dafür gibt es tausente Gründe.
peppi am 29. Juni 2009, 22:38 Uhr
dann seien sie doch so gut und lassen sie uns zumindest an den wichtigsten gründen teilhaben.

außerdem: sprechen sie chinesisch? und was haben sie in china gearbeitet? das geht mich natürlich nichts an, mit interessiert lediglich, welche kompetenzen sie mitbringen, die lage einzuschätzen zu können.