Meldung aus dem Tschad

Aus dem Tschad wird gemeldet, dass die Rebellen vor der Hauptstadt N´Djamena stehen. Damit ist unser Bundesheer mitten in diesen Krieg geraten. Tausende Rebellen dringen bereits in die Stadt ein. Von uns sind allerdings erst 15 Soldaten dort, und was noch an österreichischen Streitkräften vorgesehen ist, wird vorläufig zurückgehalten. Die SPÖ, die ja den Verteidigungsminister Darabos stellt, soll – wie man hört – bei einem geheimen Treffen Entscheidungen vorbereiten. Man sollte unsere Soldaten sofort vor diesem Kriegsabenteuer zurückhalten, meine ich.

In der ÖVP hat sich Außenministerin Plassnik schon einige Male mit der Übernahme der Verantwortung für den Tschad-Einsatz hervorgetan. Jetzt kann sie mit Verteidigungsminister Darabos sehen, wie man da aussteigen kann – bevor es Tote gibt! Der Ruf nach sofortigem Abbruch dieser dilettantischen Aktion wird immer lauter.
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Besprechung Darabos - Plassnik... reichen Sie mir bitte das Senftiegerl herüber, Herr Kollege, und bitte, bei der Gelegenheit auch gleich die volle Verantwortung. Die übernehm jetzt ich.
kwaltinger am 02. Februar 2008, 15:45 Uhr
Erfreulicherweise eine klare Stellungnahme gegen die Wahnsinnsexpedition.
Schon hat man zwischendurch leider ein wenig den Eindruck bekommen, dass die Krone in ihrer auslandseinsatzkritischen Haltung wankend wird, aber jetzt ist die Lage selber kritisch genug, dass auch die wetterwendische Presse das wieder wahrnimmt, was sich jeder denkende Mensch an den Fingern abzählen konnte: dass es dort im Tschad eben drunter und drüber geht, einmal eine kurze Atempause, und dann wieder volle Kalaschnikow.
Tragikomisch das Spiel mit der Verantwortung: zuerst übernimmt Darabos die volle Verantwortung. Jetzt zur Abwechslung Frau Plassnik. Hat sie ihn gefragt, ob er ihr sie gibt, diese Vollverantwortung? Diese tapferen reißen sich geradezu um die Verantwortung! Ob das auch noch der Fall wäre, wenn Tote zu beklagen sind? Da wird es so sein wie mit der Niederlage, die ein Waisenkind ist (zum Unterschied vom Sieg mit seinen vielen Vätern und neuerdings Müttern)
Dreikönig wars a Hirschensprung, zu Lichtmess dann die letzte Stund
Frau Strudl am 02. Februar 2008, 15:52 Uhr
Heute ist doch Mariä Lichtmess!
Naja, vielleicht geht da irgendwem von den Tschadbefürwortern ein Licht auf, dass dieser Rückfall in finstere Kolonialzeiten im letzten Moment gestoppt werden sollte.
Aber Goethes letzte Worte waren auch "mehr Licht"...
Schickt doch die Politiker!
patriot am 02. Februar 2008, 16:26 Uhr
Schicken wir doch alle, die für den Einsatz waren, in den Tschad und holen wir unsere Soldaten zurück: UHBP, Darabos und Plassnik waren dafür, haben gescheit und staatsmännisch geredet und - natürlich - die politische Vernatwortung übernommen. Diese famosen Politker werden garantiert niemand abgehen!
Tote oder Geiselnahme....
derschillinglebt am 02. Februar 2008, 20:27 Uhr
...mit Zahlung von Millionen Euros Lösegeld werden die Ergebnisse dieses schaurigen Spektakels sein.
Die Rücktritte von BP, BM und BH-Führung wären nur die
logischen Konsequenzen!
gertraud am 02. Februar 2008, 21:29 Uhr
Sehr geehrter Herr Dichand.
Es ist Ihrer Aufmerksmkeit wohl nicht entgangen, daß Freiwillige in den Tschad gehen. Mit mehrfachem Sold. Tja, für geld tun manche alles. Und wenn sie nicht zurückkommen, oder in Leichensäcken nennt man das "Arbeitslohn". Die "Gardistin" ins Visier zu nehmen ist unnötig. Plassnik ist gerne auf Reisen. Sie macht ihren Job, sonst nix. Was sie sagt, glaubt sie ja wahrscheinlich selbst nicht.
Auch andere machen ihren Job!
Rose am 04. Februar 2008, 17:21 Uhr
Wie bereits in der Überschrift erwähnt, unsere Soldaten machen auch nur ihren Job. Jeder Mensch, welcher nicht in der Heimat arbeitet - bekommt einen größeren Lohn - ist eigentlich normal - oder? Vielleicht sind viele Neidig? Sollten sie weniger bezahlt bekommen? Und ein größeres Risiko eingehen? Es ist wie es ist.

Mögen all unsere Soldaten sowie auch von den anderen Nationen - gesund nach Hause kommen. Durch die Medien wird es den Familien noch schwerer gemacht. Wenn man nicht betroffen ist, vom Tschad Einsatz, kann man auch nicht direkt mitreden. Auch Familien und deren Angehörige können nicht sagen, ist dieser Einsatz richtig oder falsch. Ich kann es auch nicht beantworten, sollte etwas mit dem eigenen Mann passieren, wird
man sich ewig Vorwürfe machen. Diese Soldaten waren alle schon in einem Auslandseinsatz - die Familie weiß, wie es ist ohne ihren Vater, Mann... zu sein - dieser Einsatz wird natürlich mehr Tränen, Verzweiflung und Gedanken kosten.

Wir müssen an unsere Soldaten glauben - sie helfen auch anderen Menschen.

Bitte lasst sie gesund nach Hause kommen!

Liebe Grüße Eure Rose
Ich lasse mir es nicht nehmen,
Eiche am 03. Februar 2008, 11:27 Uhr
in der EU muß es eine Geheimabteilung geben, Aufgabenbereich "Peinlichkeiten und Lachnummern". Wahrscheinlich wurden die seinerzeitigen Gurkenvermesser und ihre Geistesverwandte dorthin (fürstlich bezahlt) entsorgt Die USA lächelt dazu, wird doch offensichtlich (gemacht?), daß ohne "ihre" NATO nichts geht, daß Europa nichts ist ohne den großen Bruder übern Teich. Und diesem EU-Verein, der für diese Situation verantwortlich ist, sollen wir einen Blankoscheck für einen Quasi-Staat geben? Eine EU-Volksabstimmung ist unverzichtbar! E.
Wolfgang Kirchleitner am 03. Februar 2008, 19:28 Uhr
Die Tageszeitung Österreich hat sogar einen Reporter vor Ort.
Soll der auch zurückgeholt werden ?
Fragen Sie Fellner!
patriot am 04. Februar 2008, 15:23 Uhr
Fragen Sie doch den Fellner, der hat ihn hingeschickt.